Wie Sie den natürlichen Arzneikoffer Ihres Körpers nutzen können.

Der menschliche Körper ist von so vielen Mikroorganismen besiedelt wie es Sterne am Himmel gibt – ein kleines Bakterienuniversum, das uns immer begleitet. Die Vorteile, die so viele (wenn auch winzige) Begleiter haben, sind vielfältig – u. a. verdauen sie bestimmte Nahrungsmittel, erzeugen Energie, erhalten unsere Hautbarriere, helfen bei der Regulierung des Stoffwechsels, halten uns schlechte, externe Mikroorganismen vom Leib und helfen uns, wenn diese doch einmal eindringen.

Wie es sich für einen guten Gastgeber gehört, ist es Ihre Aufgabe sicherzustellen, dass das Umfeld für diese freundlichen Bakterien gesund und unbeschwert ist.

Wie Sie gute Bakterien unterstützen

Die Forschung dazu, wie man ein gutes Umfeld für freundliche Bakterien schafft, entwickelt sich ständig weiter. Es gibt jedoch ein paar Dinge, mit denen Sie dazu beitragen können, dass Ihre Gemeinschaft der oralen Mikroben (oder die Mundflora) gesund und ausgeglichen ist:

  1. Verzehren Sie mehr pflanzliche Produkte. Viele Wissenschaftler, die auf diesem Gebiet arbeiten, glauben, dass der Verzehr von mehr pflanzlichen Lebensmitteln ein guter, erster Schritt ist. Dies schließt alles ein, das nicht von Tieren stammt: Obst, Gemüse, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Linsen, Tofus und Nüsse. Statt alle tierischen Produkte aus ihrer Ernährung zu streichen, könnte die Aufnahme von ein paar mehr pflanzlichen Nährstoffen dazu beitragen, ein ausgeglicheneres Milieu im Mund und eine gute Gesundheit allgemein zu fördern.
  2. Reduzieren Sie die Zuckeraufnahme. Es ist seit langem bekannt, dass Zucker für die Mundgesundheit nicht gut ist, und die aktuelle Forschung erklärt die Gründe dafür. Wissenschaftler denken, dass eine der schädlichen Auswirkungen einer zuckerreichen Ernährung möglicherweise in ihrem Einfluss auf unsere oralen Bakterien im Mund besteht. Dadurch wird das Wachstum der säureliebenden Bakterien wie Streptococcus mutans gefördert, die zu Karies und parodontalen Erkrankungen beitragen und andere, gute Bakterien hemmen.
  3. Vermeiden Sie säurehaltige Getränke. Säurehaltige Getränke werden auch als Feind betrachtet, wenn es um die Mundgesundheit geht. Selbst zuckerfreie Versionen könnten das Gleichgewicht der Mikroorganismen verändern und die guten Bakterien stören. Das bedeutet nicht, dass sie diese Getränke nie trinken dürfen, nur sollten Sie sie sich nur hin und wieder als besonderen Genuss gönnen.
  4. Wenn Sie Diabetes haben, ist ein gutes Krankheitsmanagement auch ein wichtiger Teil der Mundpflege. Orale Bakterien können durch Schwankungen im Blutzucker gestört werden. Es ist ohnehin bekannt, dass ein gut kontrollierter Diabetes auf viele Weisen besser für die Gesundheit ist, doch es ist interessant, dass dies auch zu einem ausgeglichenen Mikrobiom beiträgt.
  5. Pflegen Sie Ihre Zähne gewissenhaft. Eine gute Mundhygiene ist natürlich die Grundlage der gesamten Mundpflege. Traditionell wird dies als ein mindestens zweimal tägliches Zähneputzen mit einer Zahnbürste und Zahnpasta sowie die Verwendung von Zahnseide und Mundspülung definiert.
  6. Geben Sie das Rauchen auf. Zum Schluss erhält ein klassischer Gesundheitsgrundsatz – mit Rauchen aufhören – eine weitere Berechtigung! Die Forschung deutet darauf hin, dass Rauchen für das empfindliche Gleichgewicht der oralen Mikroorganismen schädlich sein könnte. Dies ist nur einer von vielen wichtigen Gründen, die Zigarette aus der Hand zu legen.

Wenn es so viele einfache Möglichkeiten gibt, die guten Bakterien im Mund zu fördern, ist es Zeit, etwas zu unternehmen. Wenn man bedenkt, wie viele wichtige Dinge sie für uns tun, ist es höchste Zeit, dass wir unseren geschätzten, mikrobiellen Freunden im Gegenzug ein wenig Zuneigung zeigen.

Der menschliche Körper ist von so vielen Mikroorganismen besiedelt wie es Sterne am Himmel gibt.

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